| Die Kostüme, die von den Schneidern und Schneiderinnen mit viel Liebe zum Detail im Theater selbst angefertigt werden, wiegen bis zu 18 Kilogramm. Stoffe werden eingefärbt, schillernde Pailletten, Nieten und glitzernde Zierstreifen aufgeklebt, -genäht oder angelötet. Schulterboxen und Brustplatten werden geformt und mittels Airbrush-Technik lackiert. Vor jeder Show steht die genaue Untersuchung der Kostüme. Eine Niete, die sich löst und auf der Rollbahn liegen bleibt, kann zu gefährlichen Stürzen führen.
Zwei Stunden vor Show-Beginn laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In den Gängen hinter den Kulissen hängen die Kostüme an den Garderobenstangen bereit. Die Ankleider, im Theater „Dresser“ genannt, stehen in den Startlöchern. Mit dem Anziehen der Kostüme verwandeln sich die Darsteller Stück für Stück in Lokomotiven und Anhänger.
22.30 Uhr: Der Schlussapplaus ist verhallt. Hinter der Bühne geht es weiter: Dresser prüfen, ob die Kostüme bei den zahlreichen Stunts keinen Schaden genommen haben, Maskenbildner/innen setzen die Perücken auf Holzköpfe, die Akkus der Lichter in den Rennhelmen werden an die Ladestation angeschlossen, im Keller laufen die Waschmaschinen und im Fundus trocknen riesige Ventilatoren die Kostüme für die Vorstellung am nächsten Tag. |